Mit HeatPaxx Handwärmern zum Kilimandscharo, dem höchsten freistehenden Berg der Welt. Ein Reise- und Testbericht.


    Am 14.3. starteten wir gegen Mittag vom Marangu Gate aus unserem Aufstieg zum Dach Afrikas: Dem Kilimandscharo. Da ich schnell friere und auch ständig kalte Hände habe, haben uns die Jungs von HeatPaxx ein "Wärme-Komplettpaket" mit auf dem Weg gegeben, welches wir natürlich gerne ausgiebig testen wollten.



    Auf 1700m Höhe ist noch Regenwald, die Temperaturen um die 30 Grad. Wir sahen ein paar Äffchen und marschierten zügig die 10 km in Richtung Mandara. Es machte Spass, die Steigung war ok und wir waren mehr als überrascht als wir auf 2700m Höhe auf ein niedliches Hüttendorf stießen. Stephan und ich waren noch so gut drauf, dass wir die extra Tour zum Maundi Crater gingen.



    Blick auf den Kilimanscharo



    Tag 2: Temperaturen immer noch ok, Sonnenschein, windig. Der Weg veränderte sich, statt Regenwald nun Heidekraut und der Kibo, der Gipfel, zeigte sich. Gegen 14:00 kamen wir auf der Höhe von 3700m am Ziel unserer nächsten Etappe an: in Horombo. Die Unterkunft in Horombo war ähnlich wie in Mandara. Hütten mit 4er Belegung und einfachste sanitäre Anlagen.



    Der dritte Tag galt der Eingewöhnung auf großer Höhe, Wanderung zu den Zebra Rocks (4200m) und ein spektakulärer Blick auf den Kibo. Der Kilimandscharo besteht aus 3 Gipfeln: Shira, Mawenzi und der höchste Gipfel und unser Ziel: der Kibo. Nach diesen tollen Eindrücken kehrten wir nach Horombo zurück und warteten auf die Rückkehrer vom Gipfel. Diese blieben bei der Rückkehr nicht auf der nächsten Station auf 4700m, sondern mussten bis Horombo durchlaufen. Eine echte Herausforderung, wie wir später am eigenem Leib erfahren sollten.



    

    Am vierten Tag ging es zunächst zur Kibo Hut auf 4700m. Wir passierten den "Last Water Point" und schulterten 14 zusätzliche Liter Wasser. Der Marsch ging über den Saddle, mit spektakulärem Blick auf Kibo und Mawenzi. Wer wissen will, wie es auf dem Mond aussieht .. hier bekommt man eine Vorahnung. Es war sehr windig und nach anfänglichem Sonnenschein und heißen Temperaturen wurde es dann eiskalt.



    Am Ziel: Auf dem Gipfel des Kilimandscharo



    Die ersten 10km waren superschön, die letzten zwei raubten uns fast den letzten Nerv. Mit dem ständig präsenten Blick auf die Kibo Huts hatte man das Gefühl, es würde sich um eine Fata Morgana handeln, die immer weiter wegrutscht. Gegen 14:00 konnten wir dann endlich unsere Bettchen in einem 10er Dorm belegen. Nach einem schnellen Lunch ging es um 16:00 bereits ins Bett. Der HeatPaxx Körperwärmer tat unheimlich gut und hatte damit seine erste Bewährungsprobe auf der Tour bereits bestanden. Auf 4700m kommt man allerdings nicht mehr wirklich zur Ruhe. Bedingt durch die Höhe und die getrunkenen 6L Wasser mussten wir gefühlt alle 10min zum wasserlassen. Dazu noch der leichte Kopfschmerz. Um 23:00 wurden wir aus den Schlafsäcken gerissen: Anziehen!

    Was dann kam, ist schwer zu beschreiben. Es ging um 0:00 im Gänsemarsch und extrem langsam den Berg hinauf. Es wurde schnell sehr steil. Den Blick immer auf die eigenen Füße, kein Blick auf die Uhr, kaum Gespräche. Mit unseren Stirnlampen liefen wir wie Glühwürmchen im ZickZack. Der Blick nach oben brachte ließ nur weitere kleine Lichter erahnen, die ebenfalls im TippTopp Schritt unterwegs waren.



    Irgendwann gegen 2:00 wurde es mit der Atmung extrem schwierig. Dies bedeutete 10 Schritte gehen, stehenbleiben & versuchen etwas von dem dünnen Sauerstoff in die Lungen zu bekommen, wieder 10 Schritte gehen.

    Auf 5200m gönnten wir uns eine 15 minütige Pause an der Hans Meyer Cave. Hans Meyer war der Erstbesteiger und sein Grab kann auf dem Südfriedhof in Leipzig besichtigt werden. Mein Trinksystem war inzwischen schon eingefroren und unsere Jacken hatten von außen Rauhreif angesetzt. Temperatur: -15, gefühlte Temperatur -35 Grad. Hier bewährten sich auch die HeatPaxx Handwärmer, welche mir im Handschuh sehr gute Dienste geleistet hatten. Sie hielten nicht ganz so lange wie angegeben, aber es reichte auf alle Fälle aus.



    Ab 4:30 hörten wir Triumphschreie vom Kraterrand: andere "Glühwürmchen" die vor uns am Gilman's Point angekommen waren. Die letzten Meter bestanden für uns aus klettern und krauchen, aber um 5:58 hatten auch wir es endlich geschafft: Wir waren auf dem Kili-Plateau auf 5685m. Danach gings weiter auf 5776m zum Stella Point. Das klettern am inneren Kraterrand war ermüdend und anstrengend. Um 8:45 war es dann soweit: wir waren auf 5895m! "You are now at Uhuru Peak Tanzania, 5895m, Congratulations"



    Wir danken Sandra Fröhlich für diese tollen Eindrücke von Ihrer Reise zum Kilimandscharo und für Ihren Test unserer Hand- und Körperwärmer unter Extrembedingungen in großen Höhen.